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Viel Spaß beim Lesen!

Seit über 23 Jahren führt das BIC Bildungscenter ein Cross Mentoring Programm für Unternehmen durch, mit dem Ziel: mehr Frauen in Führung zu bringen. Zeit für eine Bilanz. Ein Gespräch über das besondere Programm und das erklärte Ziel, Frauen in Führungspositionen zu bringen mit Bettina Stein-Geba – Vorstand im BIC Bildungscenter.

Online Befragungen haben in diesem Jahr ergeben, dass 1/6 der befragten männlichen Manager Probleme damit haben, Mentor für Frauen zu sein. Kennen Sie diese Bedenken?

Bettina Stein: Nein. Wir haben überhaupt keine Probleme, männliche Mentoren für weibliche Mentees zu finden. Es gibt sogar Wartelisten. Was ich mir wünsche: Wir würden auch die Männer mit dem Programm erreichen, bei denen wir noch Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit zu leisten haben. Jetzt melden sich vor allem Männer als Mentor, die dem Thema Frauen und Führung ohnehin schon sehr aufgeschlossen gegenüberstehen.


Business Cross Mentoring ist wahrscheinlich das älteste Cross-Mentoring-Programm Österreichs – es existiert seit 2001. Was war der Gründungsimpuls?

Wir suchten eine neue Strategie, um mehr Frauen in Führung zu bringen. Was es damals schon gab, waren Frauenseminare. Und einige firmeninternen Mentoring-Programme, z.B. bei den Banken oder Post. Aber die Grundidee des Cross Mentorings war damals noch exotisch.


Die Grundidee: Jedes teilnehmende Unternehmen stellt einen Mentoren oder Mentorin und eine Mentee, die dann von Mentoren eines anderen Unternehmens 12 Monate begleitet wird.

Genau. Es war ungewöhnlich, dass sich Großunternehmen öffnen und nach außen sagen: das sind unsere internen Probleme und wir kommen damit nicht weiter, wir brauchen etwas Übergreifendes.


Wobei hilft das Übergreifende?

Es wirkt auf drei Ebenen: Für die Mentees bringt es die Möglichkeit mit Frauen aus anderen Unternehmen in Kontakt zu kommen und zu merken, dass ihre Erfahrungen, ihre Probleme nicht ihre persönlichen sind, sondern meist strukturell bedingt und in jeder Organisation ähnlich. Das ist sehr entlastend. Mentoren und Mentorinnen haben gemerkt, dass im Programm ein Riesenpotenzial für sie als Führungsperson liegt, durch den Perspektivwechsel und den Austausch. Und Unternehmen können in der gemeinsamen Steuerungsgruppe an ihren eigenen Programmen und Zielen arbeiten.


Welche Unternehmen waren beim Start dabei?

Es waren vier: Post AG, Siemens, Volksbank- und die Holding Graz. Über die 23 Jahre haben mittlerweile eine Vielzahl von Unternehmen jeder Firmengröße teilgenommen.


Wie hat sich das Programm in fast 23 Jahren verändert?

Es läuft immer noch zwölf Monate, auch der Grundaufbau ist unverändert. Aber die Beziehung von Mentoren zu Mentees ist anders. Auch richtet sich das Mentoring Programm stark an die individuellen Anforderungen bzw. Bedürfnisse der Mentees aus – gerade durch das individuelle Coaching.


Inwiefern?

Früher war die klare Erwartungshaltung: Ich als Mentee bekomme einen älteren Mentor oder Mentorin. Das ist nicht mehr so. Die Mentees sind oft in einer späteren biografischen Phase, wollen z.B. nach einer Familienpause wieder durchstarten. Mentoren sind oft gleichalt. Und die Beziehung findet stärker auf Augenhöhe statt. Denn die Mentoren stecken meist auch mitten in der Transformation ihres Unternehmens, sind professionell in einem Suchprozess. Für sie ist der Austausch genauso spannend.


Wie messen Sie den Erfolg des Programms – jenseits seiner beeindruckenden Langlebigkeit?

Wir evaluieren jedes Jahr, das Programm hat kontinuierlich hohe Zufriedenheitswerte. Und es gibt natürlich Erfolgsgeschichten. Und Frauen, die früher Mentees waren und jetzt als Mentorinnen wieder ins Programm kommen. Aber uns ist es am wichtigsten, dass das Programm als Orientierung für die Frauen funktioniert. Bei dem auch gern herauskommen kann, dass Führung nicht ihr Weg ist. Oder dass gerade Führung ihr Weg ist! Wir wollen Frauen ganz individuell ermutigen. Es gibt z.B. auch Frauen, die während des Programms schwanger werden. Die das immer wieder herausgeschoben haben und jetzt Frauen kennenlernen, die Familie und Beruf gut lebbar vereinbaren. Die Mentees können dann in der Zeit eine Idee für ihre Karriere nach der Familienzeit entwickeln.


Es gibt eine Diversity-Müdigkeit in Unternehmen und Männer, die Frauenförderung zunehmend als „unfair“ empfinden. Wie setzen Sie dieser Tendenz entgegen?

Also darauf zu achten, dass man Frauen nicht verliert auf dem Weg in den Vorstand. Am Anfang gab es eine große Euphorie. Wir packen das jetzt an! In den letzten Jahren haben wir gemerkt, dass das so schnell alles nicht geht. Der rechnet sich nicht so schnell, der Business Case Diversity. Und es gibt viele Widerstände in den Organisationen.


Wie ist Ihr Ausblick?

Gender und Gender-Diversity sind selbstverständlich geworden. Aber wir müssen dranbleiben und diese Fairness immer wieder einfordern. Dazu gehört für mich auch, darüber zu sprechen, wie Frauen ihren Teil dazu beitragen können, indem sie Komfortzonen verlassen, sich um Führungsrollen bewerben und auch andere Berufe wählen. Für mich sind diese Themen sehr stark verknüpft mit New Work und neuen Führungsideen. Bis hin zum Thema: Wie ermutigen wir Männer, sich für die Familie und gegen die Karriere zu entscheiden?

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Wenn du ganz unten liegst, trägt dich immer noch der Boden!


Bei einigen von uns boomt das Business wie noch nie, andere stehen kurz vor dem Ende. Sie müssen sich überlegen, das Business oder die Branche zu wechseln. Egal, zu welcher Gruppe wir gehören, wir sind gefordert. Gefordert kreative Lösungen zu finden.


Wie lange halten wir durch? Ganz einfach:

Solange es sein muss und solange bis wir wieder Erfolg haben. Auch diese Zeit wird kommen. Jammerer finden immer Gründe, sich zu beschweren. Lösungsorientierte Menschen machen Mut und kommen ins Handeln. Sie inspirieren sogar andere.


Wenn wir ins Tun kommen, indem wir vorher die richtigen Fragen stellen, dann kommen postwendend Ergebnisse ins Spiel. Was sind allerdings richtige Fragen? Sie alle haben mit dem Moment, der Gegenwart, der Zukunft und Lösungen zu tun.


Das sind meine 10 Lieblingsfragen, mit den ich selbst motiviert bleibe:

  1. Was kann ich jetzt tun, um mich neu zu erfinden?


  1. Wen kenne ich, dem ich was Guten tun kann?


  1. Wer kann mir helfen, voranzukommen?


  1. Wer ist schon dort, wo ich hinwill?



  1. Wen kenne ich, der mir Kontakt zu dieser Person herstellen kann?


  1. Wie kann ich mich täglich weiterbilden?


  1. Was kann ich besonders gut und wie kann ich mehr davon tun?


  1. Was gibt mir Kraft, tut mir gut und stärkt mich?


  1. In welcher Umgebung bin ich besonders produktiv?



  1. In fünf Jahren. Welche Geschichte möchte ich rückblickend über mich erzählen?


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Eine gute Nachricht:


Es gibt immer mehr Gehirnbenutzer und nicht nur Gehirnbesitzer!


Das Betrachten von Erfolgsgeschichten und besonderen Persönlichkeiten motiviert auch, genauso wie gute Freunde, Musik, gute Gedanken, schöne Orte. All das kann uns keiner nehmen, all das steht uns jederzeit zu Verfügung.


Motivation entsteht zuallererst im Kopf. Dort geht es los. Dort hast du 100% Zutritt und nur die, denen du das gestattest. Deshalb: welche Medien „ziehst“ du dir rein? Welche Freunde umgeben dich, welche Bücher liest du? All das wird deine Gedanken beeinflussen und du erlaubst all diesen Informationen Zutritt zu deinen wichtigsten Steuerorgan: deinem Gehirn.


Eine gute Nachricht: Es gibt immer mehr Gehirnbenutzer und nicht nur Gehirnbesitzer!

Wenn wir in der „eigenen Schaltzentrale der Macht“ beginnen, wird etwas Besonderes entstehen. Aber nur wenn wir es aktiv betreiben!


Beginne mit deinem Arbeitstag mit folgender Frage: Was ist jetzt gerade am Wichtigsten?

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